Aktuelles

März 2014

Auszug aus PNP vom 06.03.2014

06.03.2014

Letzte Schrauben werden nachgezogen

 

"Oiminga Glühkopfbuam" tüfteln an alten Deutz-Schleppern – Zahlreiche Ausfahrten geplant

 


Auf große Tour gehen kann nur Manfred Müller (r.) mit seinem Deutz. Der Universal Deutz aus dem Jahre 1937 von Johannes Stangl braucht noch viele Stunden Arbeit, um wieder in die Gänge zu kommen. − F.: Schweiger
 

Auf große Tour gehen kann nur Manfred Müller (r.) mit seinem Deutz. Der Universal Deutz aus dem Jahre 1937 von Johannes Stangl braucht noch viele Stunden Arbeit, um wieder in die Gänge zu kommen. − F.: Schweiger

 

Ottmaring. Über Hunderte von Stunden und unterm Strich sogar Jahre haben die "Oiminga Glühkopfbuam" in ihrer Freizeit in Werkstätten oder Schuppen verbracht. Dort haben sie getüftelt, um ihre alten, restaurierungsbedürftigen Stahlschlepper sowie die dazugehörige landwirtschaftliche Geräte vergangener Zeiten detailgetreu in den Originalzustand zu versetzen. Mit dem zu Ende gehenden Winter werden die letzten losen Schrauben angezogen und die arbeitsaufwendigen und kostspieligen Erfolge sichtbar gemacht.

 

Vorsitzender Manfred Müller und Johannes Stangl sind startklar für erste Ausfahrten. Dabei werden die erfahrenen Treckerprofis auf Landstraßen die technische Funktion ihrer Oldtimer prüfen.

Die "Oiminga Glühkopfbuam" halten die Tradition der einst bäuerlich eingesetzten Geräte in Ehren und bringen sie bei vielen Schauvorführungen ins Gedächtnis der Besucher zurück. Ihre gesammelten und wieder funktionstüchtig gemachten Maschinen reichen von historischen Pflügen, Mähbindern und Dreschmaschinen bis hin zu den verschiedensten Marken deutscher Schlepper und Nutzfahrzeuge.

Vorsitzender Müller steckt die Starterkurbel in das Motorengehäuse des wassergekühlten Zweizylinder Deutz-Motors aus dem Jahre 1941 und versucht, diesen mit ein paar kräftigen Drehungen zum Starten zu bringen – was auch ohne Prusten geschieht. Der Motor läuft wie ein Uhrwerk, freut sich der Fachmann, wenn alles so funktioniere, haben sich die etwa 2000 Arbeitsstunden und der finanzielle Aufwand für die 28 PS starke Straßenausführung gelohnt. Den Schlepper hatte er vor drei Jahren unter Stroh in einem Hühnerstall entdeckt.

Den Bulldog aus der Deutz-Schmiede und die Glühkopf-Freunden erwarten reichlich Abwechslung. Geplant sind im Mai eine Fahrt zum Bodensee, im Juni zur Landesgartenschau nach Deggendorf. Für August sind Traktorziele in Mayrhofen im Zillertal und der Blumenkorso in Eichendorf angesagt. Das Ausfahrprogramm 2014 schließt mit dem Karpfhamer Volksfest im September.

Januar 2013

Auszug aus PNP vom 23.1.2013

23.01.2013

Glühkopfbuam arbeiten an weiterem Schmuckstück

Neueste Errungenschaft ist ein Dreschwagen mit Schwingkolbenpresse anno 1935



Das Instandsetzen alter Bauerntechnik erfordert Geduld und Geschick. Fleißig Hand anlegen wollen die "Glühkopfbuam" (v.l.) Manfred Müller, Max Schreiner, Josef Kröll und Georg Prebeck.  − Foto: Schweiger

Das Instandsetzen alter Bauerntechnik erfordert Geduld und Geschick. Fleißig Hand anlegen wollen die "Glühkopfbuam" (v.l.) Manfred Müller, Max Schreiner, Josef Kröll und Georg Prebeck.  − Foto: Schweiger

Nindorf. Am Stammtisch der "Oiminga Glühkopfbuam" heißt es gegenwärtig wieder Ärmel hochkrempeln: Die Oldtimer-Bulldog-Fans aus Nindorf richten einen Dreschwagen mit Schwingkolbenpresse, Baujahr 1935, her. Bis zur Dreschzeit im Herbst soll die neueste Errungenschaft voll funktionsfähig gemacht werden, um bei landwirtschaftlichen Schauvorführungen die Leute an die "gute alte Zeit" zu erinnern.

Es handelt sich um eine komplette Dreschgarnitur aus der Vorkriegszeit. Für Manfred Müller, der mit seinem Bulldog schon bis nach Rom zu Papst Benedikt XVI. gefahren ist, kein Problem: "Wir haben schon ganz andere Herausforderungen gemeistert!" Nun stehen Müller und seine Stammtischfreunde Josef Kröll, Max Schreiner und Georg Prebeck im großen Stadel von Christa Kröll in Nindorf und fachsimpeln. Hierbei geht es nicht um die zwei gut erhaltenen Leiterwagen alter Wagner-Handwerkszunft in der Mitte des Raumes, sondern die im Dunkel etwas versteckt liegende Dreschgarnitur in der linken Ecke der Tenne.

Nach Inbetriebnahme eines Strahlers wird ersichtlich, was die vier Tüftler die nächsten Monate beschäftigen wird. So schlimm sehen bei genauer Betrachtung die Dreschmaschine der Gebrüder Hummel aus Ulm/D. und die davor stehende silbern schimmernde Lanz-Schwingkolbenpresse gar nicht aus, urteilen die Fachmänner und kontrollieren den Antriebsmechanismus, der noch per Hand zu bedienen ist. Ihr Augenmerk richtet sich dabei besonders auf das "Ungetüm" von Dreschwagen, den sie gemeinsam im Herbst vor der Verschrottung gerettet und von Wörth an der Donau ins heimatliche Nindorf transportiert haben.

Bisher hat man sich aus Zeitmangel der technischen Wiederherstellung des einstigen landwirtschaftlichen Fortschrittes nicht angenommen. Nun wollen die Nostalgiker die Winterzeit nutzen, um das Wichtigste in den Griff zu bekommen. Die Arbeit wird kein leichtes Unterfangen, denn die benötigten Ersatzteile sind rar.

Da heißt es erfinderisch sein und eigenes handwerkliches Geschick, Wissen und Können einsetzen. Doch davon haben die Männer genug. Viele verschiedener Bauarten gingen schon durch ihre Hände. Für die Liebhaber vergangener Landtechnik wird es wohl auch diesmal kein Problem geben. Das Werkzeug liegt bereits parat, erste Versuche der Ersatzteilbeschaffung laufen. Sie hoffen, dass sich bald die fehlende Knüpfeinheit der Lanz-Schwingkolbenpresse findet und vielleicht auch ein paar Antriebsflachriemen für die Transmissionen, dann wäre die Winterzeit im Kröll-Stadel so richtig schön zum Entspannen. − as

September 2012

Auszug aus PNP vom 06.09.2012

06.09.2012

Mit altem Deutz-Bulldog vor die Tore Roms

Manfred Müller und Hansi Stoiber von den "Glühkopfbuam Oiming" tuckerten im Pilger-Konvoi zur Papst-Audienz

von Adi Schweiger


Die Bulldog-Pilger haben es geschafft: Nach 1257 Kilometern Anfahrt begrüßte Papst Benedikt XVI. die Männer und eine Frau aus dem Bayerischen Wald in Castel Gandolfo.  − Fotos: Häringer

Die Bulldog-Pilger haben es geschafft: Nach 1257 Kilometern Anfahrt begrüßte Papst Benedikt XVI. die Männer und eine Frau aus dem Bayerischen Wald in Castel Gandolfo.  − Fotos: Häringer

Ottmaring/Tabertshausen. Auf den Spuren des legendären Heerführers Hannibal sind Manfred Müller aus Ottmaring und Hansi Stoiber aus Tabertshausen auf ihren 54 Jahre alten Deutz-Bulldogs im Konvoi der Bayerwald-Pilger (PNP berichtete) bis vor die Tore Roms gefahren. Über 1257 Kilometer Landstraßen, Gebirgspässe und von italienischen "Carabinieri" abgesicherten Schnellstraßen, tuckerten sie mit ihren 30 PS starken Oldtimern zur Sommerresidenz von Papst Benedikt XVI. auf Castell Gandolfo.

  "Die Fahrt war wie ein schöner Traum und wird − solange, wir leben − in unseren Herzen einen festen Platz einnehmen", erzählt Manfred Müller gerührt beim Durchblättern seines gelben Tagebuchs, das er fest wie einen Schatz in Händen hält. Angefangen hat alles mit einem Aufruf, den die Bulldog-Freunde Grainet im Unteren Bayerischen Wald mit ihrem Vorstand und Organisator Andreas Bauer ins Internet gestellt hatten, um Interessenten für eine Bulldog-Pilgerfahrt nach Rom zu rekrutieren. Als aktives Mitglied der "Glühkopfbuam Oiming" und Sammler historischer Bulldogs und Landmaschinen brauchte Manfred Müller nicht lange überlegen: "Zu erst habe ich die etwaigen Kosten und den für die Zeit benötigten Urlaub abgeklärt und mich dann mit weiteren 14 Interessenten aus der ganzen Bundesrepublik angemeldet", berichtet er. Doch welchem seiner alten Stahlrösser konnte er die lange Fahrt zumuten? Müllers Entscheidung fiel auf den kurz zuvor erworbenen, aber defekten Deutz-Schlepper. Ein Dreivierteljahr schraubte er herum und nach jedem Vorbereitungstreffen in Grainet stieg die innerliche Aufregung.

An der Landesgrenze zu Italien: Manfred Müller mit seinem 54 Jahre alten Deutz-Bulldog vor der Alpenkulisse.  − Foto: Stoiber

An der Landesgrenze zu Italien: Manfred Müller mit seinem 54 Jahre alten Deutz-Bulldog vor der Alpenkulisse.  − Foto: Stoiber

 Am Sonntag, 19. August, schließlich − nach Kirchgang und Gottes Segen − haben sich in Schlinding bei Thurmannsbang acht knatternde Vehikel und elf Fahrer mit einem lauten Hupkonzert verabschiedet und sich über neun Etappen auf den Weg nach Rom gemacht. Ohne Probleme und guten Mutes haben die Bulldog-Pilger mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h den ersten, 190 Kilometer langen Teilabschnitt gemeistert und in Golling bei Hallein im Salzkammergut pünktlich Station gemacht. In seinem Tagebuch schildert Manfred Müller die vielfältigen Eindrücke der Tour, die die Bulldog-Pilger bis auf eine Höhe von 2200 Meter führte und die Dieselmotoren arg ins Schnaufen brachte − ohne ein technisches Malheur zu erleiden. Entschädigt wurden die Romfahrer mit einem atemberaubenden Bergpanorama und zuvorkommenden, freundlichen Menschen entlang der Straßen und an den Etappenzielen. In der Nähe von Udine (Norditalien) z.B. war der angesteuerte Campingplatz belegt, doch ein angesehener Bürger dieser Region stellte unentgeltlich zwei seiner Blockhäuser für die Nächtigung zur Verfügung.

 Nach einem Kurzabstecher an den Lago di Bonsena war es am Dienstag, 27. August, um 12.30 Uhr dann soweit: Den Pilgern aus dem Bayerwald lag die römische Metropole Rom vor Augen. Vom Polizeichef der Hauptstadt persönlich empfangen, ging es zur Unterkunft ins Kloster der Zuorediet-Elisabetha-Schwestern nahe dem Petersdom. Der anschließende Tag gehörte den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

 Der Wunsch auf Teilnahme an einer Audienz in der Sommerresidenz des Heiligen Vaters ging am 29. August, eskortiert von einem riesigen Polizeiaufgebot, in Erfüllung. In dankbarer Glückseligkeit und in der Erkenntnis, Außerordentliches geleistet zu haben, nahmen die Teilnehmer beim Dankgottesdienst in der Petersdom-Kapelle Abschied von einem unglaublichen Abenteuer, das sie sicher nie vergessen werden.

06.09.2012

Mit altem Deutz-Bulldog vor die Tore Roms

Manfred Müller und Hansi Stoiber von den "Glühkopfbuam Oiming" tuckerten im Pilger-Konvoi zur Papst-Audienz

von Adi Schweiger


Die Bulldog-Pilger haben es geschafft: Nach 1257 Kilometern Anfahrt begrüßte Papst Benedikt XVI. die Männer und eine Frau aus dem Bayerischen Wald in Castel Gandolfo.  − Fotos: Häringer

Die Bulldog-Pilger haben es geschafft: Nach 1257 Kilometern Anfahrt begrüßte Papst Benedikt XVI. die Männer und eine Frau aus dem Bayerischen Wald in Castel Gandolfo.  − Fotos: Häringer

Ottmaring/Tabertshausen. Auf den Spuren des legendären Heerführers Hannibal sind Manfred Müller aus Ottmaring und Hansi Stoiber aus Tabertshausen auf ihren 54 Jahre alten Deutz-Bulldogs im Konvoi der Bayerwald-Pilger (PNP berichtete) bis vor die Tore Roms gefahren. Über 1257 Kilometer Landstraßen, Gebirgspässe und von italienischen "Carabinieri" abgesicherten Schnellstraßen, tuckerten sie mit ihren 30 PS starken Oldtimern zur Sommerresidenz von Papst Benedikt XVI. auf Castell Gandolfo.

  "Die Fahrt war wie ein schöner Traum und wird − solange, wir leben − in unseren Herzen einen festen Platz einnehmen", erzählt Manfred Müller gerührt beim Durchblättern seines gelben Tagebuchs, das er fest wie einen Schatz in Händen hält. Angefangen hat alles mit einem Aufruf, den die Bulldog-Freunde Grainet im Unteren Bayerischen Wald mit ihrem Vorstand und Organisator Andreas Bauer ins Internet gestellt hatten, um Interessenten für eine Bulldog-Pilgerfahrt nach Rom zu rekrutieren. Als aktives Mitglied der "Glühkopfbuam Oiming" und Sammler historischer Bulldogs und Landmaschinen brauchte Manfred Müller nicht lange überlegen: "Zu erst habe ich die etwaigen Kosten und den für die Zeit benötigten Urlaub abgeklärt und mich dann mit weiteren 14 Interessenten aus der ganzen Bundesrepublik angemeldet", berichtet er. Doch welchem seiner alten Stahlrösser konnte er die lange Fahrt zumuten? Müllers Entscheidung fiel auf den kurz zuvor erworbenen, aber defekten Deutz-Schlepper. Ein Dreivierteljahr schraubte er herum und nach jedem Vorbereitungstreffen in Grainet stieg die innerliche Aufregung.

An der Landesgrenze zu Italien: Manfred Müller mit seinem 54 Jahre alten Deutz-Bulldog vor der Alpenkulisse.  − Foto: Stoiber

An der Landesgrenze zu Italien: Manfred Müller mit seinem 54 Jahre alten Deutz-Bulldog vor der Alpenkulisse.  − Foto: Stoiber

 Am Sonntag, 19. August, schließlich − nach Kirchgang und Gottes Segen − haben sich in Schlinding bei Thurmannsbang acht knatternde Vehikel und elf Fahrer mit einem lauten Hupkonzert verabschiedet und sich über neun Etappen auf den Weg nach Rom gemacht. Ohne Probleme und guten Mutes haben die Bulldog-Pilger mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 km/h den ersten, 190 Kilometer langen Teilabschnitt gemeistert und in Golling bei Hallein im Salzkammergut pünktlich Station gemacht. In seinem Tagebuch schildert Manfred Müller die vielfältigen Eindrücke der Tour, die die Bulldog-Pilger bis auf eine Höhe von 2200 Meter führte und die Dieselmotoren arg ins Schnaufen brachte − ohne ein technisches Malheur zu erleiden. Entschädigt wurden die Romfahrer mit einem atemberaubenden Bergpanorama und zuvorkommenden, freundlichen Menschen entlang der Straßen und an den Etappenzielen. In der Nähe von Udine (Norditalien) z.B. war der angesteuerte Campingplatz belegt, doch ein angesehener Bürger dieser Region stellte unentgeltlich zwei seiner Blockhäuser für die Nächtigung zur Verfügung.

 Nach einem Kurzabstecher an den Lago di Bonsena war es am Dienstag, 27. August, um 12.30 Uhr dann soweit: Den Pilgern aus dem Bayerwald lag die römische Metropole Rom vor Augen. Vom Polizeichef der Hauptstadt persönlich empfangen, ging es zur Unterkunft ins Kloster der Zuorediet-Elisabetha-Schwestern nahe dem Petersdom. Der anschließende Tag gehörte den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

 Der Wunsch auf Teilnahme an einer Audienz in der Sommerresidenz des Heiligen Vaters ging am 29. August, eskortiert von einem riesigen Polizeiaufgebot, in Erfüllung. In dankbarer Glückseligkeit und in der Erkenntnis, Außerordentliches geleistet zu haben, nahmen die Teilnehmer beim Dankgottesdienst in der Petersdom-Kapelle Abschied von einem unglaublichen Abenteuer, das sie sicher nie vergessen werden.


August 2012

Auszug aus PNP vom 30.08.2012

30.08.2012

Bulldog-Pilger sind am Ziel − und jeder bekommt ein Geschenk des Papstes

Bayerwaldler bei Audienz in Castel Gandolfo − Aufsehen bei Japanern, Briten, Portugiesen

von Katharina Häringer

 

 

Der Trachtenverein Pfarrkirchen spielte das Bayernlied, als Papst Benedikt aus seiner Sommerresidenz heraus trat und sich den Menschenmassen zeigte.

Der Trachtenverein Pfarrkirchen spielte das Bayernlied, als Papst Benedikt aus seiner Sommerresidenz heraus trat und sich den Menschenmassen zeigte.

Rom. Es ist 4.45 Uhr, die letzten 40 Kilometer bis Castel Gandolfo, der Sommerresidenz des Papstes, stehen bevor. Ein Katzensprung, im Vergleich zu der 1300 Kilometer langen Strecke, die die Bulldog-Pilger in den letzten Tagen von Schlinding bis Rom zurücklegten. Doch sie sind so nervös wie nie zuvor. Mit zittrigen Händen bindet Andreas Bauer, Vorsitzender des Oldtimer- und Bulldogvereins Grainet, einen Krawattenknoten. "Was trägst denn du eine Krawatte?", fragt einer der Wallfahrer. "Das Beste ist grad gut genug für den Heiligen Vater", antwortet Bauer. Der große Tag ist da, in wenigen Stunden werden die Niederbayern dem Papst begegnen und ihre Bulldogs segnen lassen.

  Es ist 5.30 Uhr. Die Pilger stellen sich auf dem Campingplatz in Rom in einem Kreis auf und beten. Mit einer Taschenlampe leuchtet der Vorbeter in ein Büchlein, damit er die Fürbitten vorlesen kann. "Amen" – Stille, für ein paar Sekunden, denn die Zeit drängt. "Auf geht’s", ruft Andreas Bauer und klatscht dreimal in die Hände. Die Männer kraxeln auf ihre Bulldogs und starten ihre Gefährte. Die Motoren schnurren, werden immer lauter, bis sie gleichmäßig laut brummen. Weit und breit ist kein anderes Geräusch zu hören.

Doris Eiglsperger (9) aus Pfarrkirchen genoss den Augenblick auf den Schultern von Papa Thomas.

Doris Eiglsperger (9) aus Pfarrkirchen genoss den Augenblick auf den Schultern von Papa Thomas.

 Zwei Carabinieri erwarten die Pilger bereits. Doch mit diesem Anblick haben sie wohl nicht gerechnet: Als die elf Männer auf ihren Traktoren vorfahren, alle in schwarzer Anzughose und weißem Hemd, ist den italienischen Polizisten Verwunderung ins Gesicht geschrieben. Einer der Polizisten zückt sein Handy und macht ein Foto von der Traktor-Gruppe. Die orangefarbenen Warnwesten müssen die Fahrer diesmal nicht anziehen, die Carabinieri haben Nachsicht. Die weißen Hemden sollen ja nicht beschmutzt werden.

Der Papst trat gestern vor rund 7000 Menschen auf den Platz vor seiner Sommerresidenz.

Der Papst trat gestern vor rund 7000 Menschen auf den Platz vor seiner Sommerresidenz.

 Es ist 6.30 Uhr. Große, gelbe Lichtkegel bewegen sich mit 17 Stundenkilometern durch die Straßen Roms. Die Lichter hoppeln auf dem Kopfsteinpflaster auf und ab. Die Kolonne an "Bulldegs", wie die Waidler zu sagen pflegen,Pfarrkirchner Musiker spielen auf wird von einer Polizeistreife angeführt. Der Verkehr in Rom hält sich zu dieser Zeit noch in Grenzen, schnell ist die Truppe auf der Autobahn.

  Es ist 7.30 Uhr. Der Verkehr fließt mittlerweile dicht um die Karawane. Immer wieder schiebt sich ein Fiat zwischen die Bulldogs. Die Gesichter der italienischen Autofahrer sprechen Bände: Einige denken wohl, es handle sich um eine Fata Morgana, andere gestikulieren wild mit den Händen in der Luft und rufen "Mamma Mia".

Andreas Bauer bedankt sich bei seinen mitreisenden Bulldog-Wallfahrern per Handschlag. Auf dem Platz bauten sie Ernte-Büschel auf.

Andreas Bauer bedankt sich bei seinen mitreisenden Bulldog-Wallfahrern per Handschlag. Auf dem Platz bauten sie Ernte-Büschel auf.

 Es ist 8.15 Uhr. Die Pilger tuckeln mit rund sieben Stundenkilometern den Berg hinauf, Pinien säumen den Weg. Dann erreichen sie Castel Gandolfo. Carabinieri stoppen den Bulldog-Zug. Nur zwei Traktoren dürfen auf den Platz vor der Residenz fahren, die anderen Bulldogs müssen draußen geparkt werden. Andreas Bauer deutet auf seinen Bulldog und auf den seines Hintermanns. Die Polizisten nicken und winken die Bulldogs durch. Stolz schauen die beiden Männer drein, als sie vor den päpstlichen Palast fahren und ihnen andere Pilger zuwinken. "Jeder Kilometer war es wert." 100 Meter vor den Toren der Residenz müssen sie die Schlepper abstellen.

Hier fing alles an: Am 19. August machten sich die Bulldog-Pilger auf den Weg nach Rom. Die lange Reise verlief ohne Pannen. Höhepunkt war die gestrige Papst-Audienz.  − Foto: Haydn

Hier fing alles an: Am 19. August machten sich die Bulldog-Pilger auf den Weg nach Rom. Die lange Reise verlief ohne Pannen. Höhepunkt war die gestrige Papst-Audienz.  − Foto: Haydn

 Es ist 9 Uhr. Die gesamte Wallfahrergruppe tummelt sich um die zwei Bulldogs. Alle sind mächtig stolz und erklären mit Händen und Füßen Japanern, Kolumbianern, Briten und Portugiesen, was es mit den Bulldogs auf sich hat. Gleichzeitig dreht ein Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks. Die Niederbayern sind gut beschäftigt und konzentriert. Doch plötzlich schauen sie auf: Blasmusik erklingt, ihre Blicken suchen den Platz ab. "Wo kimmt des denn her?", fragt einer in die Runde. Musiker des Trachtenvereins aus Pfarrkirchen unterhalten die Menschenmassen mit Polkas und Märschen. Eine verschwindet währenddessen fast unbemerkt. Franziska Gotzhein, die einzige Frau der Bulldogfahrer-Truppe, bringt die heimische Erntekrone und die Kerze aus Wachs in die Residenz.

Die Pilger aus dem Bayerwald zeigten Flagge: Michael Geier aus Ebenreuth schwenkte die Bayernfahne vor der Sommerresidenz des Papstes.

Die Pilger aus dem Bayerwald zeigten Flagge: Michael Geier aus Ebenreuth schwenkte die Bayernfahne vor der Sommerresidenz des Papstes.

 Es ist kurz vor 11: "Benedetto", rufen Jugendliche und klatschen fordernd nach dem Papst. Polizisten und Sicherheitskräfte wuseln um die Barriere, die Stimmung ist angespannt. Andreas Bauer klettert auf seinen Bulldog, von dort oben ist die Sicht besser. Dann ist es so weit: Der Papst tritt vor 7000 schreiende, klatschende und singende Leute. Er geht ein paar Schritte auf die Menge zu, winkt, lächelt. Die Pfarrkirchner spielen ihm das Bayernlied zur Begrüßung. Solange, bis Sicherheitskräfte deutlich machen, dass sie aufhören sollen. Andreas Bauer schweigt. Nur einmal schreit er auf: Als die Bulldog-Pilger aufgerufen werden. Bis zuletzt hatte er gehofft, mit dem Papst sprechen zu können. Doch der zeigte sich allen nur aus der Entfernung.

Die Wallfahrer ließen es sich nicht nehmen, auch noch die letzte Etappe, rund 40 Kilometer von Rom bis Castel Gandolfo, mit den Bulldogs zu fahren. Dabei bekamen sie auf ganzer Strecke Polizeischutz.

Die Wallfahrer ließen es sich nicht nehmen, auch noch die letzte Etappe, rund 40 Kilometer von Rom bis Castel Gandolfo, mit den Bulldogs zu fahren. Dabei bekamen sie auf ganzer Strecke Polizeischutz.

Franziska Gotzhein schafft es bis nach vorn  Fast allen: Franziska Gotzhein schaffte es bis ganz nach vorn, sie wurde einzeln zum Papst vorgelassen und richtete schöne Grüße aus dem Bistum Passau aus. Anschließend konnte sie auch noch Erntekrone und Kerze abgeben. "Erst hat er mich auf Französisch angesprochen, aber dann hab ich gleich gesagt, dass ich zu den Bulldog-Fahrern gehöre", erzählt sie aufgeregt. "Und dann hab ich ein Geschenk gekriegt", sagt sie und strahlt. Dann geht sie auf die Bulldogfahrer zu und zeigt ihr Geschenk: ein Papst-Bild für jeden von ihnen.

Andreas Bauer ist stolz: Mit seinem Traktor durfte er auf den Platz vor dem päpstlichen Palast in Castel Gandolfo fahren.  − Fotos: Katharina Häringer

Andreas Bauer ist stolz: Mit seinem Traktor durfte er auf den Platz vor dem päpstlichen Palast in Castel Gandolfo fahren.  − Fotos: Katharina Häringer

 Die Chronik der Reise zum Nachlesen und weitere Fotos unter www.pnp.de/bulldogfreunde.


Auszug aus PNP vom 29.08.2012

Castel Gandolfo/Grainet  |  29.08.2012  |  18:53 Uhr

Bulldog-Pilger beim Papst: Letzte Etappe Castel Gandolfo ist geschafft

von Katharina Häringer

 

 

Die Bulldog-Pilger haben es geschafft: Der Papst begrüßte die Männer und eine Frau aus dem Bayerischen Wald in Castel Gandolfo.  − Fotos: Häringer

Die Bulldog-Pilger haben es geschafft: Der Papst begrüßte die Männer und eine Frau aus dem Bayerischen Wald in Castel Gandolfo.  − Fotos: Häringer

Es ist 4.45 Uhr, die letzten 40 Kilometer bis Castel Gandolfo, der Sommerresidenz des Papstes, stehen bevor. Ein Katzensprung, im Vergleich zu der 1300 Kilometer langen Strecke, die die Bulldog-Pilger in den letzten Tagen von Schlinding bis Rom zurücklegten. Doch sie sind so nervös wie nie zuvor. Mit zittrigen Händen bindet Andreas Bauer, Vorsitzender des Oldtimer- und Bulldogvereins Grainet, einen Krawattenknoten. "Was trägst denn du eine Krawatte?", fragt einer der Wallfahrer. "Das Beste ist grad gut genug für den Heiligen Vater", antwortet Bauer. Der große Tag ist da, in wenigen Stunden werden die Niederbayern dem Papst begegnen und ihre Bulldogs segnen lassen.

Es ist 8.15 Uhr. Die Pilger tuckeln mit rund sieben Stundenkilometern den Berg hinauf, Pinien säumen den Weg. Dann erreichen sie Castel Gandolfo. Carabinieri stoppen den Bulldog-Zug. Nur zwei Traktoren dürfen auf den Platz vor der Residenz fahren, die anderen Bulldogs müssen draußen geparkt werden. Andreas Bauer deutet auf seinen Bulldog und auf den seines Hintermanns. Die Polizisten nicken und winken die Bulldogs durch.

Es ist kurz vor 11: "Benedetto", brüllen Jugendliche und klatschen vordernd nach dem Papst. Polizisten und Sicherheitskräfte wuseln um die Barriere, die Stimmung ist angespannt. Andreas Bauer klettert auf seinen Bulldog, von dort oben ist die Sicht besser. Dann ist es so weit: Der Papst tritt vor 7000 schreiende, klatschende und singende Leute.

Franziska Gotzhein schaffte es bis ganz nach vorn, sie wurde einzeln zum Papst vorgelassen und richtete schöne Grüße aus dem Bistum Passau aus. Sie blieb einfach in der Residenz nachdem sie Erntekrone und Kerze ablieferte. "Erst hat er mich auf Französisch angesprochen, aber dann hab ich gleich gesagt, dass ich zu den Bulldog-Fahrern gehöre", erzählt sie aufgeregt. "Und dann hab ich ein Geschenk gekriegt", sagt sie und strahlt. Dann geht sie auf die Bulldogfahrer zu und zeigt ihr Geschenk: Ein Papst-Bild für jeden von ihnen.

 Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Donnerstag, 30. August, in Ihrer Passauer Neuen Presse.

 

 



Auszug aus PNP vom 28.08.2012

Rom/Grainet  |  28.08.2012  |  17:50 Uhr

Bulldog-Pilger in Rom: Einen Tag vor der Papst-Audienz

 

 

Die komplette Pilgergruppe aus dem Bayerwald vor der Paulus-Kirche in Rom.  − Foto: Häringer

Die komplette Pilgergruppe aus dem Bayerwald vor der Paulus-Kirche in Rom.  − Foto: Häringer

Die Reise ist geschafft, die Pilger aus dem Bayerwald sind in Rom. Und mit ihnen nun auch die Angehörigen und Freunde, die ihnen eine Woche später mit dem Bus hinterher reisten. Doch die kamen deutlich später an als geplant, denn der Bus hatte eine Panne, die Lichtmaschine ging kaputt. Als die Traktor-Fahrer davon erfahren haben, konnten sie sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Wir sind über 1000 Kilometer mit durchschnittlich 17 Stundenkilometern ohne eine einzige Panne voran gekommen", betont Andreas Bauer und stolz. Denn so souverän die Bulldog-Wallfahrer die Strecke bewältigten, so war ihnen auch Angst und Bang, die Technik könne versagen, geben sie zu.

Am Dienstagabend fuhr die Bulldog-Truppe zum Campingplatz, um nach den dort geparkten Gefährten zu sehen und sie für die Audienz am Mittwoch um 10.30 Uhr fit zu machen. Zuvor hatten die 40 Niederbayern diverse Kirchen besichtigt – zu Fuß, denn der Bus war ja in der Werkstatt. − kah

 



Auszug aus PNP vom 27.08.2012

Rom/Grainet  |  27.08.2012  |  11:38 Uhr

Bulldog-Pilger aus dem Bayerwald haben es geschafft: Ankunft in Rom

von Katharina Häringer

    

Ein bayerischer Pilger vor dem Petersdom.

Ein bayerischer Pilger vor dem Petersdom. - Foto: Archiv dpa

Am 19. August machten sich elf Traktorfahrer vom Landkreis Freyung-Grafenau aus auf den Weg nach Rom. Nach über 1000 Kilometern haben die Pilger am Montag ihr Ziel erreicht.

27. August, 10.30 Uhr: Es ist geschafft: Die Pilger erreichen Rom. Sie befinden sich auf einem Campingplatz in Rom, rund sechs Kilometer vom Zentrum entfernt, und warten dort auf die Busgruppe, die nachmittags ankommen soll. "Die Technik hat tatsächlich nicht versagt", sagt Andreas Bauer überglücklich, "wir hatten auch eine Mutter Gottes dabei."

 

 


Auszug aus PNP vom 26.08.2012

Grainet/Bolsena  |  26.08.2012|12:24 Uhr

Bulldog-Pilger erreichen Mittelmeer kurz vor Rom

von Katharina Häringer

 


Bald haben Sie es geschafft, die Bulldog-Pilger aus dem Bayerwald. Am Sonntagnachmittag haben die elf Wallfahrer das Mittelmeer erreicht. Der Bestimmungsort Rom ist zum greifen nah.

Sonntag, 26. August, 16 Uhr: Die "Pilgerfamilie", wie sich die Niederbayern mittlerweile nennen, schlägt ihr Zelt auf. Und das erstmals am Meer. Am Montag werden sich die Pilger Rom über die Küste nähern. Sie freuen sich schon darauf, Freunde und Familie wiederzusehen, die sich am morgigen Montag mit dem Bus von Grainet aus auf den Weg nach Rom machen.

Sonntag, 26. August, 7.40 Uhr: Eigentlich wollten die Wallfahrer in Bolsena unbedingt einen Gottesdienst besuchen, denn in der Kirche ist zum einen die Heilige Christina begraben, zum andern sind dort Blutflecken auf dem Altarstein zu sehen, erzählt Bulldogfahrer Toni Stoiber. Die Bluttropfen sollen laut Stoiber von dem Wunder herrühren, als ein böhmischer Priester auf seiner Pilgerreise nach Rom die Hostie brach und aus dieser Blut tropfte. Doch der Gottesdienst beginnt erst um 11 Uhr - zu spät für die Reisenden, die sich nach einer kurzen Kirchenbesichtigung gleich auf den Weg machen.

Samstag, 25. August: Die Pilger erreichen Bolsena nahe Orvieto. "Die schöne Landschaft und die starke Gemeinschaft in der Gruppe machen die Fahrt leichter", erzählt Andreas Bauer.


Auszug aus PNP vom 24.08.2012

Ravenna/Grainet  |  24.08.2012|21:08 Uhr

Unterführung beschert Bulldog-Pilgern Zwangspause

von Katharina Häringer

 

 

Die elf Bulldog-Pilger aus dem Bayerwald kommen ihrem Ziel Rom immer näher. Am Freitagmorgen ging es zwar mit Verspätung, dafür aber mit Polizeibegleitung weiter.

Freitag, 24. August, 20 Uhr: Die Truppe erreicht Arezzo. Ein Polizist macht sich für sie stark und vermittelt ihnen einen Campingplatz, so dass sie nicht mehr lange nach einem Schlafplatz suchen müssen. 
Auch wenn die Pilger gut in der Zeit liegen, sagt Andreas Bauer: "Wir haben den Krieg noch nicht gewonnen." Von Tag zu Tag wird die Fahrt beschwerlicher. Unerlässlich sei die Hilfe von Franziska Gotzhein, die sich um die Verpflegung kümmert und schaut, dass alle Männer wohl auf sind. "Wir sind ihr wirklich hörig", erzählt Bauer.

 

Freitag, 24. August, 17 Uhr: Die Pilger haben mit ihren Bulldogs den letzten Gebirgspass überwunden. Sie befinden sich rund 40 Kilometer vor Arezzo und hoffen, in zwei Stunden dort anzukommen.


Freitag, 24. August, 14 Uhr: Die Pilger mussten ihre Tafel nicht vom Leitfahrzeug abmontieren. Sie haben einen Schleichweg gefunden, über den sie die Unterführung umfahren konnten. Mittlerweile sind sie bereits auf der Höhe von Mercato - bei brütender Hitze von 43 Grad.

Freitag, 24. August, 12 Uhr: Zwangspause für die Pilger. Eine Unterführung, die nur Fahrzeuge mit einer Höhe von bis zu drei Metern passieren können, hält die Wallfahrer auf. Denn an den Bulldog, der die Kolonne anführt, schraubten die Pilger noch vor der Fahrt eine drei Zentner schwere Tafel. Mit der Tafel ist der Traktor höher als drei Meter. Kurz bevor die Pilger zum Stillstand kamen, verabschiedete sich die Polizei von der Gruppe, da sie eigentlich in der Prärie keine Eskorte mehr bräuchte. Nun versuchen die Niederbayern, die Polizei zurückzubestellen. Die Beamten müssten den Bulldogs Schutz gewähren, wenn sie eine Schnellstraße kreuzen. Kommt die Polizei nicht rechtzeitig, machen sich die Pilger auf die Suche nach anderen Schleichwegen.


Freitag, 24. August, 7.20 Uhr:
Die Pilger mussten sich an die Ruheordnung des Campingplatzes in Ravenna halten und konnten erst gegen 8.15 Uhr, also deutlich später als geplant, aufbrechen. Sie nutzten die Zeit für ein Morgengebet. Die letzten zwei Nächte verbrachten die Wallfahrer auf den Campingplätzen unter freiem Himmel, im Zelt wäre es zu heiß gewesen. "Seit über 30 Jahren hab ich nicht mehr unter freiem Himmel geschlafen. Das war zuerst ganz schön befremdlich, auch für die Älteren. Aber es ist ein tolles Gefühl", erzählt Andreas Bauer.

Nächster Etappenstopp ist Arezzo. "Das wird der schwierigste Tag", befürchtet Bauer. Denn bereits um 7.30 Uhr hatte es 39 Grad, außerdem sind über 150 Kilometer bis Arezzo zu fahren. Eine Polizeistreife begleitet die Pilger den ganzen Tag, "das ist wichtig, denn Verkehrsteilnehmer haben mit Blaulich deutlich mehr Respekt", stellt Bauer fest. Mittlerweile kommen auch schon die zwei mitreisenden Reservefahrer zum Zug, die den ein oder anderen erschöpften Bulldog-Pilger am Steuer ablösen.


Auszug aus PNP vom 23.08.2012

Schlinding/Ravenna  |  23.08.2012  |  16:21 Uhr

Bulldog-Pilger schmoren bei 39 Grad im Schatten

 

 

Einer der Bulldog-Wallfahrer beim Start in Schlinding.  − Foto: Haydn

Einer der Bulldog-Wallfahrer beim Start in Schlinding.  − Foto: Haydn

Einer der Bulldog-Wallfahrer beim Start in Schlinding.  − Foto: Haydn

Über 700 Kilometer und damit zwei Drittel der Etappe haben sie schon zurückgelegt, die Bulldog-Wallfahrer aus dem Bayerwald. Seit Sonntag, 19. August, sind sie unterwegs. Und täglich berichten die Frau und die zehn Männer der Passauer Neuen Presse, wo sie sich gerade aufhalten und wie es ihnen geht (siehe www.pnp.de/bulldogfreunde). Eines ist den motorisierten Pilgern anzuhören: Sie sind unfassbar glücklich darüber, wie reibungsfrei die Fahrt bislang vonstatten ging. Alle sind gesundheitlich wohlauf, und auch den Oldtimer-Bulldogs geht es bestens. Kein Schnurren, kein Brummen, rundum: keine Panne. So liegt die Truppe auch gut im Zeitplan.

 

Bereits am Donnerstag, 23 August, haben sie Ravenna erreicht. Seit Mittwoch fahren sie mit Polizeieskorte, weil sie seither auf deutlich befahreneren Straßen unterwegs sind. Das gefährlichste Stück der Etappe packten sie jedoch gleich am zweiten Tag − und auch ohne Polizei: Die Überquerung der Alpen. Mit nur sieben Stundenkilometern tuckerten sie über die Berge. Je weiter die elf gen Süden vordringen, desto beschwerlicher wird die Reise jedoch. Denn mit jedem Kilometer wird es heißer. Mittlerweile schmort die Gruppe auf den sowieso schon heißgelaufenen Bulldogs bei rund 39 Grad im Schatten.

Was sich bereits als clever herausgestellt hat, war die Idee, die Flyer ins Italienische übersetzen zu lassen, berichtet Andreas Bauer, Leiter der Gruppe. Die Niederbayern verteilen die Handzettel fleißig und können die Italiener damit von ihrem Projekt begeistern. Gastfreundschaft erfahren sie tagtäglich - ob durch Jubel am Straßenrand oder durch Einladungen zum Essen.

23. August −15 Uhr: Die Pilger erreichen den Campingplatz in Ravenna und damit auch das Etappenziel für den Tag. Von 6 Uhr morgens bis zum Nachmittag sind sie mit Polizeischutz durchgefahren. "Das war sehr sinnvoll, denn es war viel Schwerlastverkehr auf den Straßen unterwegs. Ohne Polizei wäre das gefährlich gewesen", erzählt Andreas Bauer. Dass die Wallfahrt langsam beschwerlich wird, ist ihm anzuhören. Zwar hatten die Bulddogfahrer bisher noch keine Panne, doch setzen ihnen die 39 Grad im Schatten ganz schön zu.


Auszug aus PNP vom 22.08.2012

 

Udine/Grainet  |  22.08.2012  |  14:04 Uhr

Bulldog-Pilger: Polizei verordnet Zwangspause

von Katharina Häringer



Artikel Panorama
  

Die elf Bulldog-Pilger aus dem Bayerwald werden in Italien weiterhin mit offenen Armen empfangen. Nachdem am Dienstagnachmittag eigens ein spontaner Pressetermin in einer Eisdiele für sie einberufen wurde, sorgte die Stadt Udine in der Nacht für ein Nachtlager. In Mestre folgte dann aber die Zwangspause.

22. August - 15 Uhr: Die Pilger erreichen Mestre und müssen dort die Fahrt unterbrechen, denn von nun an bekommen die Niederbayern für die verbleibenden 530 Kilometer bis nach Rom Schutz durch die Polizei. Ein Polizei-Streifenwagen führt die Bulldog-Kolonne an, ein Streifenwagen fährt hinterher. Denn das Verkehrsaufkommen nimmt laut Polizei ab Venedig deutlich zu. Da die italienischen Behörden genau vorgeben, welche Polizeistreife, wann mitfährt, können die Wallfahrer erst ab Donnerstag, 6 Uhr, wieder weiterfahren. "Es ist trotz Pause heute ganz schön stressig bei 37 Grad", sagt Andreas Bauer, "eben eine richtige Wallfahrt, ein Buße."

21. August - 21 Uhr: Die Bulldog-Wallfahrer haben nahe Udine kein Quartier gefunden und wussten sich nicht anders zu helfen, als einen Busfahrer anzuhalten. Der informierte die Stadt, dass die niederbayerischen Wallfahrer Unterschlupf suchen. Die Stadtverwaltung ließ sofort zwei Wohnblockhütten auf einem Sportplatz herrichten. "Diese Gastfreundschaft ist einmalig, sowas hab ich noch nie erlebt", erzählt Andreas Bauer. Am Mittwoch brachen die Traktoristen dann gegen 7 Uhr in Richtung Venedig auf.


Auszug aus PNP vom 21.08.2012

Pfeil

Weissbriach/Rom  |  21.08.2012  |  11:30 Uhr

Bulldog-Pilger werden in einigen Dörfern mit Beifall empfangen

 

 

Elf katholische Traktoristen aus dem Bayerwald sind seit Sonntag von Schlinding bei Thurmansbang aus auf dem Weg nach Rom. Auf pnp.de berichten Sie regelmäßig von ihren Erlebnissen. Offensichtlich haben österreichische Medien die Wallfahrer angekündigt - der Empfang ist überall sehr freundlich.

20. August:  Die Abfahrt um 6 Uhr vom Campingplatz Golling bei Hallein war notwendig, um den Zeitplan halbwegs einhalten zu können. Die ersten Hürden konnten erfolgreich genommen werden: Der Tauernpaß und Katsschbergpaß. Im Laufe des Tages gönnten sich die Wallfahrer während der 14 Stunden Fahrt lediglich drei mal 25 Minuten Pause, jeweils zum Austreten und Auftanke.

Wahrscheinlich setzte ein österreichischer Sender eine Meldung über die Wallfahrer ab, denn der Gegenverkehr freute sich ganz offensichtlich über sie und es kam immer wieder zu Lichthupen und freundlichem Winken. Auch in einigen Dörfern wurden die Wallfahrer mit Beifall freundlich begrüßt.

Die Wallfahrtgruppe auf dem Campingplatz Golling auf ihrem Weg nach Rom.

Die Wallfahrtgruppe auf dem Campingplatz Golling auf ihrem Weg nach Rom.

Die Ankunft am Camping Alpendorf in Weissbriach war dann um ca. 21 Uhr . Noch steht der Zeitplan.

21. August: Abfahrt um ca. 7 Uhr vom Campingplatz Alpenland in Weissbriach. Heutiges Ziel ist die Überquerren des Nassfelspasses und das geplante Zielist Udine.

Zunächst verlassen die Wallfahrer das österreischiche Staatsgebiet und reisen nach Italien ein. Sie dürfen keine Zeit verlieren. Um den Terminplan einzuhalten, sollten  keine größeren Pannen eintreten, denn sonst wird es zeitliche Probleme geben. Die Fahrt steht unter Zeitdruck.

11.37 Uhr: Die Truppe hat den Nassfeldpaß, den Alpübergang in Kärnten zwischen Italien und Österreich überwunden. Die Niederbayern sind froh, dass sie dieses Stück geschafft haben, "das war die gefährlichste Steilstrecke", sagen sie. Nun geht es gut gelaunt Richtung Udine weiter. "Die Leute sind sehr freundlich, das Wetter ist super, diese Wallfahrt war längst überfällig", erzählt Andreas Bauer.


Grainet/Katschberg  |  20.08.2012  |  15:06 Uhr

Bulldog-Pilger: Ohne Rast über die Katschberghöhe

von Katharina Häringer

   

Am Sonntag machte sich die Gruppe von Schlinding im Landkreis Freyung-Grafenau auf den Weg nach Rom.  − Foto: Haydn

Am Sonntag machte sich die Gruppe von Schlinding im Landkreis Freyung-Grafenau auf den Weg nach Rom.  − Foto: Haydn

Elf katholische Traktoristen aus dem Bayerwald sind seit Sonntag von Schlinding bei Thurmansbang aus auf dem Weg nach Rom. Auf pnp.de berichten Sie regelmäßig von ihren Erlebnissen. Dabei wird schon am Anfang klar: Es geht langsamer voran, als geplant.

Sonntag, 19. August, gegen 19 Uhr: Die Bulldog-Pilger sind in Golling angekommen und schlagen ihre Zelte auf einem Campingplatz auf. Bilanz am ersten Tag: Sie kommen langsamer als erhofft vorwärts, im Schnitt mit rund 15 Stundenkilometern. Die Männer gönnen sich ein Feierabend-Bierchen und kehren in einem Biergarten ein.

Montag, 20.August, gegen 11 Uhr: Die Bulldogfahrer erreichen Obertauern. Sie kommen ohne Probleme vorwärts, sind bei Bilderbuchwetter unterwegs, schwärmt Andreas Bauer.

Montag, 20. August, 14.21 Uhr: Die Wallfahrer haben die Katschberghöhe erreicht. Die Männer sind gut in der Zeit, das Zeitraster ist jedoch so eng bemessen, dass sie keine Pause machen. Gegessen und getrunken wird auf den Schleppern, um keine Minuten Zeit zu verlieren. Die ersten Filmteams waren den Bulldog-Pilgern heute auf den Fersen.


Auszug aus PNP vom 14.08.2012

14.08.2012

Probe gelungen: Bulldog-Pilger guter Dinge

Oldtimer-Club Grainet bereitet sich intensiv auf Romreise vor − Großes Medieninteresse an einzigartiger Wallfahrt

von Christoph Seidl

Sie machen sich auf den Weg nach Rom: Die Bulldog-Pilger um Vereinsvorsitzenden Andreas Bauer (r. hinten in seinem 47 Jahre alten Hermann-Lanz-Aulendorf-Schlepper) vor der Dorfkapelle in Schlinding, dem Ausgangspunkt der Reise.  − Foto: Andreas Belfi

Sie machen sich auf den Weg nach Rom: Die Bulldog-Pilger um Vereinsvorsitzenden Andreas Bauer (r. hinten in seinem 47 Jahre alten Hermann-Lanz-Aulendorf-Schlepper) vor der Dorfkapelle in Schlinding, dem Ausgangspunkt der Reise.  − Foto: Andreas Belfi

Grainet/Thurmansbang. 57 Jahre alt ist das Fendt-Dieselross von Rudolf Gross aus Bad Füssing, 12 PS sein Motor stark. Es ist der älteste der neun betagten Schlepper, die die Bulldog-Pilger vom Bayerwald nach Rom steuern werden − bei der "Erntedank- und Bittwallfahrt zum Heiligen Vater im Jahr des Glaubens", wie das Vorhaben offiziell heißt. Am 19. August machen sich die Pilger auf die achttägige Reise, die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

 

"Schlepper schaffendie 1300-km-Strecke" Sechs Stunden lang fuhren die Wallfahrer unlängst zur Probe kreuz und quer durch den Bayerischen Wald, auf der Route lagen auch steile Strecken, um die Alpenüberquerung der 1300-km-Strecke zu simulieren. Das Fazit von Andreas Bauer, des Vorsitzenden des veranstaltenden Bulldog-Oldtimer-Clubs Grainet (Landkreis Freyung-Grafenau): "Wir sind guter Dinge und guten Gewissens, dass unsere Schlepper diese strapaziöse Strecke ohne größere Zwischenfälle überstehen können." Alle Beteiligten würden das Vorhaben sehr ernst nehmen, damit die Wallfahrt von Erfolg gekrönt werde. Als Beispiel nennt der Vorsitzende Anton Eppeneder aus Taufkirchen, der bei der Probefahrt mit seinem Eicher Mammut ein leises Klopfen gehört hatte. "Da hat er den ganzen Motor zerlegt und wieder zusammengebaut." Wie sich herausstellte, hatte zum Glück nur ein Lager ein leichtes Spiel.

Sie binden die Erntekrone, die dem Heiligen Vater übergeben werden soll: Renate Füller (v.l.), Rosa Albrecht, Rita Weber, Johanna Trasch, Erna Fischer.  − Foto: Nils Jostmeyer

Sie binden die Erntekrone, die dem Heiligen Vater übergeben werden soll: Renate Füller (v.l.), Rosa Albrecht, Rita Weber, Johanna Trasch, Erna Fischer.  − Foto: Nils Jostmeyer

Sie binden die Erntekrone, die dem Heiligen Vater übergeben werden soll: Renate Füller (v.l.), Rosa Albrecht, Rita Weber, Johanna Trasch, Erna Fischer.  − Foto: Nils Jostmeyer

 Wie es sich für eine Wallfahrt gehört, steht ein Gottesdienst am Beginn der Reise: Frühmorgens am 19. August feiern die Bulldog-Pilger einen Gottesdienst mit drei Priestern aus der Region an der Dorfkapelle Schlinding (Gde. Thurmansbang), gegen 6.45 Uhr brechen sie auf zu der Wallfahrt, die bislang wohl einzigartig ist.

 Entsprechend groß ist das Medieninteresse: Ein Team des Bayerischen Fernsehens hat vor Ort gedreht, als die Teilnehmer ihre Probefahrt machten. Am 17. August soll in der Abendschau ein dreiminütiger Beitrag auf Sendung gehen. Nach dem PNP-Bericht haben sich auch der Bayerische Rundfunk, Antenne Bayern, SAT.1 und der ORF bei Andreas Bauer gemeldet, der die Öffentlichkeit dafür nutzen will, um für einen guten Zweck Werbung zu machen: Monsignore Rudi Spatschek, der die Gruppe nach Rom begleitet, ist zugleich Vorstandsmitglied des spes-viva-Hilfswerks, das einen Brunnen und eine Wasseraufbereitungsanlage im Kongo bauen will − für dieses Hilfsprojekt sollen im Rahmen der Wallfahrt Spenden gesammelt werden.

 Für Schlagzeilen gesorgt hatte der Oldtimer-Club Grainet bereits im vergangenen Jahr mit einer Pilgerfahrt nach Altötting − um dort unter anderem für die Genesung des querschnittgelähmten Günther Schwarzkopf zu beten. Der Preminger (Lkr. Passau) wird auch zu der Generalaudienz anreisen, die am 29. August wohl in der Sommerresidenz Castel Gandolfo stattfinden wird. Bischof Wilhelm Schraml hat der Pilgergruppe aus dem Bistum Passau die Teilnahme an diesem Ereignis vermittelt, die am 27. August in Rom eintreffen will. Bis zu 200 Kilometer pro Tag haben die Bulldog-Fahrer dann hinter sich gebracht. Auf Vermittlung der Deutschen Botschaft wird die italienische Straßenpolizei die Bayerwäldler in der Millionenstadt eskortieren.

Ein Kornmanderl fürden Heiligen Vater Mit leeren Händen kommen die Bulldog-Pilger indes nicht zu ihrem Landsmann Benedikt XVI.: Eine Kerze in Form einer "Schöpfungs-Glocke" haben sie im Gepäck, ebenso eine Erntekrone, die in fast 100 Stunden Arbeitszeit Mitglieder der Rot-Kreuz-Kolonne Schöfweg für den Heiligen Vater kunstvoll gefertigt haben, Xaver Friedl aus Freundorf hatte dazu das Gestell zur Verfügung gestellt. "Es war für die Beteiligten eine Ehre", freut sich Andreas Bauer. Der Aholminger Pilger Manfred Müller wiederum formte ein Kornmanderl, wie sie in alten Zeiten zur Erntezeit auf den Feldern zu sehen waren. "Es würde uns freuen, wenn wir die Geschenke dem Papst persönlich überreichen könnten, aber das steht in den Sternen", sagt Bauer.

DIE TEILNEHMER Andreas Bauer (Thurmansbang), Erwin Holzbauer (Waldkirchen), Alois Bauer (Irlach), Ludwig Hüttinger (Schöfweg), Josef Hartl (Schöfweg), Josef Fischer (Arnstorf), Anton Eppeneder (Taufkirchen), Rudolf Gross (Bad Füssing), Manfred Müller (Buchhofen/Ottmaring), Oliver Helm (Schondorf a.A.), Johann Stoiber (Aholming). Als Begleitfahrzeugführer stehen Fritz Kloiber (Thurmansbang) sowie Heinz-Werner und Franziska Gotzhein aus Gelsenkirchen zur Verfügung.


Juli 2012

Auszug aus PNP vom 30.7.2012

Moos | 29.07.2012 | 16:22 Uhr

Großer Festzug mit Bulldogs auf der Mooser Dult

 



Laut tuckernd fuhren die auf Hochglanz polierten Bulldogs von anno dazumal durch die Schlossallee.  − Foto: Schwarzbözl

Laut tuckernd fuhren die auf Hochglanz polierten Bulldogs von anno dazumal durch die Schlossallee.  − Foto: Schwarzbözl

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Beim Festzug auf der Historischen Mooser Dult zeigten die Glühkopf Buam alte Bulldogs, die auf Hochglanz poliert waren. Laut tuckernd und zum Teil auch dick qualmend fuhren sie am Sonntagnachmittag durch die Schlossallee.

 

Am Turnierplatz konnten die zahlreichen Zuschauer die historischen Fahrzeuge aus der Nähe betrachten, fachsimpeln und in Erinnerungen schwelgen. Die Glühkopf Buam zeigten zudem weitere Ausschnitte aus dem früheren Alltag am Bauernhof: Sensen dengeln mit dem Hammer, aber auch Butter rühren.

 

Der Andrang der Zuschauer war groß. Und auch Festzelt und Dultstadl waren am Sonntagmittag gut gefüllt, wenn auch der Ansturm bei der zweiten Auflage der Mooser Dult nicht ans Vorjahr heranreichte. Dafür war es gemütlicher.


Lanz, Schlüter und Co. auf der Mooser Dult

Beim großen Bulldog-Umzug am Sonntagnachmittag auf der Mooser Dult war der Umzug mit den historischen Bulldogs der alten Marken Lanz, Schlüter, Kramer, Mc Cormiack, Allgaier und vielen mehr wieder die Attraktion. Auf dem Turnierplatz zeigten die Glühkopf Buam anschließend, wie früher mit der Hand Butter ausgerührt und Sensen gedengelt wurden.


Juni 2012

Auszug aus PNP vom 30.6.2012

Sommerabend mit Musik

Erstes Ottmaringer Sommerfest war ein voller Erfolg




Der Oldtimer der "Glühkopf-Buam Oiming" war für die Kinder der Hit.

Der Oldtimer der "Glühkopf-Buam Oiming" war für die Kinder der Hit.

Ottmaring. Über ein gelungenes Sommerfest haben sich am vergangenen Samstag sowohl Veranstalter als auch Gäste gefreut. Kulturwirt Matthias Hiergeist hatte das erste Ottmaringer Sommerfest gemeinsam mit Vereinen auf die Beine gestellt.

 Beste musikalische Unterhaltung gab es mit der "Jeremias Flickschuster Jazzband", die flott und schmissig aufspielte. Die Feuerwehr Ottmaring war mit ihrer historischen Feuerwehrspritze von 1887 im Einsatz und die "Glühkopf-Buam Oiming" zeigten Oldtimer-Bulldogs und unternahmen Rundfahrten, an denen besonders die Kinder ihren Spaß hatten. Auf der Dorfwiese boten die Deggendorfer Dragons die Gelegenheit in Soft- und Baseball hinein zu schnuppern.

 Das Sommerfest begann bereits am Nachmittag, wobei Kaffee und Kuchen vom Frauenbund auch am Abend noch sehr begehrt waren. Die Ottmaringer und auch viele Gäste aus der Umgebung genossen einen rundum schönen Sommerabend.  − tf

Januar 2012

Auszug aus PNP vom 14.1.2012

Buchhofen | 13.01.2012 | 14:08 Uhr

Fordson-Bulldog strotzt mit 79 Jahren noch vor Kraft 

 

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Die Fordwerke haben neben Autos auch von 1907 bis 1991 Traktoren gebaut und vertrieben. Eine Bauart davon, ist die Serie Fordson N von 1933. Max Hajda (v.r.), Manfred Müller und Josef Schmid sind von der einfachen Technik und Funktionsweise begeistert.  − Foto: Friedberger

Die Fordwerke haben neben Autos auch von 1907 bis 1991 Traktoren gebaut und vertrieben. Eine Bauart davon, ist die Serie Fordson N von 1933. Max Hajda (v.r.), Manfred Müller und Josef Schmid sind von der einfachen Technik und Funktionsweise begeistert.  − Foto: Friedberger

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 Er läuft und läuft wie eine gut geschmierte Nähmaschine trotz harter geleisteter Arbeit und seiner 79 Jahre: Bulldog-Oldtimer-Fan Manfred Müller freut sich über seinen alten Fordson, den er am Samstag endlich erhalten hat.

 

 Der Bulldog Baujahr 1933 ist der älteste im Vereins-Fundus der "Oiminger Glühkopfbuam", deren Vorsitzender Müller ist. Das 1,8 Tonnen schwere Gefährt hat die Technisierung der Landwirtschaft mit vollem Kraftaufwand seit seiner Fertigstellung im Ford-Werk York (Irland) mitgemacht und dabei vielen Bauern hilfreich in der Bewirtschaftung ihrer Höfe und Agrarflächen zur Seite gestanden. Der stete Fortschritt hat den mit 29 Pferdestärken ausgestatteten Vierzylinder "Trecker" mit Reihenmotor, der seine Kraft aus Benzin und Petroleum bezieht schon lange aufs Altenteil gestellt. Jetzt ist er wie zu Anfangszeiten seiner Einsatzjahre zum ganzen Stolz des neuen Besitzers geworden.  − as

 

Auszug aus PNP vom 5.1.2011

Ottmaring | 04.01.2012 | 18:00 Uhr

Schrauben statt Eisstockschießen

 




Komplett zerlegt hat Manfred Müller (links vorne) seinen Deutz F 2 M 315. Etwa ein halbes Jahr wird es dauern, den 70 Jahre alten Bulldog wieder flott zu machen. Der Vorsitzende der Glühkopf-Buam Aholming kann sich dabei auf die Mithilfe von (hinten v.l.) Sepp Schmid, Jochen Hintersberger und Tobias Fragner verlassen:  − Foto: Schiller

Komplett zerlegt hat Manfred Müller (links vorne) seinen Deutz F 2 M 315. Etwa ein halbes Jahr wird es dauern, den 70 Jahre alten Bulldog wieder flott zu machen. Der Vorsitzende der Glühkopf-Buam Aholming kann sich dabei auf die Mithilfe von (hinten v.l.) Sepp Schmid, Jochen Hintersberger und Tobias Fragner verlassen:  − Foto: Schiller

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Wenn die Glühkopf-Buam Aholming im Sommer übers Land fahren, strecken die Anwohner neugierig den Kopf aus dem Fenster: Ihre Oldtimer-Bulldogs sind eine echte Schau und der schwere Schlag der kraftstrotzenden Motoren ist schon von weitem zu hören.

 

Derzeit schraubt Vorsitzender Manfred Müller in der Hofwerkstatt von Franz Stadler zwischen Wisselsing und Ottmaring seinen Deutz F 2 M 315, Baujahr 1941, zusammen. Auf die Mithilfe der Clubmitglieder kann er sich verlassen: "Eisstockschießen ist ja momentan nicht möglich", erklärt Müller lachend.

Die mittlerweile 50 Mitglieder, die aus rund 50 Kilometer Umkreis stammen, teilen die Lust am Schrauben und sind alle handwerklich begabt. 24 Mitglieder besitzen insgesamt 92 Oldtimer-Bulldogs, die jedoch nicht alle laufen. Dazu kommen 21 alte Motorräder und sieben Oldtimer-Pkw. Beim Restaurieren der Fahrzeuge und beim Anfertigen von Ersatzteilen, die käuflich nicht mehr zu erwerben sind, hilft man sich gegenseitig: So ist z. B. der Schreiner im Verein für die Anfertigung neuer Sitzbänke zuständig.


August 2011

Riesenzulauf bei Bulldog-Zug und Dreschen 

Dicht gesäumt war die Schlossallee am Sonntagnachmittag beim Einzug der Oldtimer-Bulldog.  − Foto: Schwarzbözl

Dicht gesäumt war die Schlossallee am Sonntagnachmittag beim Einzug der Oldtimer-Bulldog.  − Foto: Schwarzbözl

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 Mit lautem Knattern und Knallen statt Blasmusik sind am Samstag- und Sonntagnachmittag zahlreiche Bulldog-Liebhaber mit ihren Oldtimern durch die Schlossallee zur Mooser Dult gefahren: Lanzl, Eicher, Schlüter, Ursus, Fendt, Deutz, Allgaier, Hanomag und Kramer beteiligten sich am Zug, wobei die Allee dicht mit Zuschauern gesäumt war. Nach einer Runde über den Festplatz machten sie am Turnierplatz Halt. Dort bauten die Glühkopfbuam aus Aholming zum Dreschen auf, zeigten, wie anno dazumal mit Schlegeln und einem Schlepper-getriebenen Dreschwagen gedroschen wurde, während Lanz Leo nebenan dicht umdrängt war und Autogramme gab.

 

 Überhaupt war der Besucherandrang auf der Mooser Dult am gesamten Wochenende riesengroß: „Ich habe so etwas noch nicht erlebt“, sagte Ochsenwirt Ludwig Tauscher. Der Ochs am Spieß war am Sonntagmittag schnellstens ausverkauft. Während der Mittagszeit waren die Tische im Festzelt alle zweimal belegt. Auch geübte Volksfestbesucher aus Moos halten die Besucherzahl mit dem üblichen Andrang des Pfingstsonntages als durchaus vergleichbar

Juli 2011

„Glühkopfbuam“ schwingen die Dreschflegel

Mit einem Bautz-Mähbinder ernteten die „Glühkopfbuam“ die Garben, die sie bei der Mooser Dult dreschen werden.  − Foto: Heyd

Mit einem Bautz-Mähbinder ernteten die „Glühkopfbuam“ die Garben, die sie bei der Mooser Dult dreschen werden.  − Foto: Heyd

Bei der „Historischen Dult“ in Moos sind auch die „Glühkopfbuam Oiming“ mit dabei: Auf dem Reitplatz werden sie am Wochenende vorführen, wie früher mit dem Dreschflegel Getreide gedroschen wurde. Am Samstag und Sonntag erklären die „Glühkopfbuam“ jeweils ab 15 Uhr, was es mit dem historischen Dreschen auf sich hat, welche Gerätschaften man dafür braucht und wie das Ganze funktioniert.

Ausgedroschen werden die Garben auf einem eigens aufgebauten Dreschwagen. Diese wurden bereits vor einigen Tagen mit einem Bautz-Mähbinder geerntet und auf einem historischen Leiterwagen vom Feld heimgebracht. Am Samstag und Sonntag werden die „Glühkopfbuam“ nicht nur dreschen – mit ihren historischen Traktoren werden sie durch das Dorf ziehen. Die Traktoren werden dann auf dem Reitplatz aufgestellt, wo sie besichtigt werden können. Die „Historische Dult“ findet von morgen, Donnerstag, bis Montag, 1. August, statt. Das genaue Tagesprogramm finden Sie jeweils auf der Eventseite.

 

 

 

 

 

Auszug aus der PNP vom 4.7.2011

Geschichte der Landwirtschaft zum Anfassen

 

Wer wissen wollte, wie sich die Landwirtschaft in nur zwei Menschenaltern verändert hat, der war am Sonntag in der Bergstadt genau richtig: Da gab es zierliche Allgaier-Schlepper mit einscharigen Pflügen direkt neben einem riesigen Kabinen-Traktor, in denen der Fahrer in luftiger Höhe schallgedämpft und mit Klimaanlage sitzt, samt zwölfscharigem Pflug. Das alles und 86 weitere Gruppen mit knapp 500 Darstellern gab es beim über einen Kilometer langen Historischen Landwirtschaftsumzug anlässlich des Volksfestes zu sehen. Hunderte Zuschauer säumten über eine Stunde lang die Zugstrecke, klatschten begeistert Beifall und ließen sich auch vom Regen die gute Stimmung nicht vermiesen. Besondere Aufmerksamkeit genossen natürlich die Mädchen und Buben der Landauer Schulen und Kindergärten.

 

 Zu den gezeigten Raritäten gehörten unter anderem elf Miniaturwagen, die die Stadt vor 90 Jahren gekauft hat und die zuletzt vor 25 Jahren gezeigt worden waren − und bis gestern im Depot schlummerten.

 

Mai 2011

Auszug aus der PNP vom 7.6.2011

Glühkopf-Buam“ besuchen Markus Wasmeier

 

 

 

Nindorf. Die Besichtigung historischer Bauernhäuser und alten Handwerks steht bei den „Glüchkopf-Buam“ regelmäßig auf dem Programm. Mit rund 40 Mitreisenden machten sich die Oldtimer-Bulldog-Fans auf den Weg zum Schliersee, wo sie das Markus-Wasmeier-Museum besuchten. Nach der Begrüßung durch Skistar Markus Wasmeier lernten sich auch dessen Eltern kennen, die den Gästen aus Niederbayern „Ausgezogene” servierten. Dann machte sich die Reisegruppe auf zum Wandern und Bootsfahrten am Spitzingsee, ehe es nach weiteren Einkehrstopps in Richtung Heimat ging. − mhe/F.: Glühkopf-Buam.